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Presse-Informationen

29/05/2008

LEH Preis- und Promotiontracking von LZ und IRI für das 1. Quartal 2008

LEH Preis- und Promotiontracking von LZ und IRI für das 1. Quartal 2008

Einzelhandel:  Kunden gaben im 1. Quartal weniger aus

Bezahlte Durchschnittspreise im deutschen LEH sinken leicht - Verbraucher greifen zu günstigeren Produkten

Nürnberg/Düsseldorf, im Mai 2008. – Erstmalig seit einem Jahr sind die Durchschnittspreise für FMCG gefallen.  Im Gegensatz zum Vorquartal, dem 4. Quartal des vergangenen Jahres, sind die Durchschnittspreise um 1,3 Prozent gefallen.  Am stärksten fielen die Preise für Getränke.  Für die flüssigen Nahrungsmittel zahlten die Verbraucher im 1. Quartal fast sechs Prozent weniger als im Vorquartal.  Für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte wurden 4,3 Prozent und für die Süßwaren wurden rund drei Prozent weniger bezahlt als in der Vorweihnachtszeit.

Entwicklung nach Sortimenten

Die Preissteigerungen für Nahrungsmittel sind derzeit in aller Munde.  Zurecht.  Immerhin sind die Durchschnittspreise im Laufe des vergangenen Jahres je nach Warengruppe um bis zu 19,2 Prozent in der Spitze etwa bei den Molkereiprodukten gestiegen.  Vor allem bedingt durch höhere Energie- und Rohstoffpreise sind nach dem gemeinsamen LEH-Preis- und Promotiontracking von Lebensmittelzeitung (LZ) und Information Resources (IRI) die Abverkaufspreise von schnell drehenden Konsumgütern, den sogenannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG), im vergangenen Jahr um durchschnittlich 6,8 Prozent gestiegen.

Entwicklung nach Quartalen

Die Verbraucher werden jedoch nicht nur bei ihren Einkäufen im Einzelhandel stärker zur Kasse gebeten.  Auch das Autofahren und das Heizen sind erheblich teurer als noch vor einem Jahr.  So sparen sie derzeit, wo es am wenigsten schmerzt und greifen aktiv bei den Preisaktionen des Handels zu und kaufen günstigere Produktvarianten als im vorhergegangenen Quartal ein.  Schließlich sitzt das Geld vor Weihnachten meist etwas lockerer und da dürfen es zu den Feiertagen und zur Hochzeit der Geschenkesaison eher hochwertigere Kosmetika und Körperpflegeprodukte, Süßwaren bekannter Hersteller und Getränke von wohlbekannten Labels sein.  Im ersten Quartal dieses Jahres, dem Nachweihnachts-Quartal, wurden die Gürtel also wieder etwas enger geschnallt.

Entwicklung der Promotionarten nach Quartalen

Die Durchschnittspreise über alle Sortimentsbereiche stiegen verglichen mit dem Vorjahresquartal um immerhin fast sieben Prozent.  Eine Preissteigerung, die es so schon lange nicht mehr gegeben hat.  In den einzelnen Sortimentsbereichen unterscheidet sie sich ja nach Warengruppe deutlich von den vorhergehenden Quartalen.  In den Sortimenten für Molkereiprodukte (Gelbe und Weiße Linie), Süßwaren und Tiefkühlkost sind die durchschnittlichen Preise im Jahresverlauf stark gestiegen.  Die Produkte dieser Warengruppen finden derzeit vor allem in Aktionen reißenden Absatz.  So ist der Umsatz mit den Molkereiprodukten im Aktionsgeschäft um fast 40 Prozent gewachsen.  Bei Süßwaren werden knapp 30 Prozent mehr über Aktionen generiert als noch vor einem Jahr.  Artikel aus der Tiefkühltruhe verkaufen sich um knapp 25 Prozent mehr über Aktionen.

Dass diese Situation für Industrie und Handel nicht per se nachteilig sein muss, zeigt der Vergleich zum Vorjahr:  Im Normalgeschäft ist der Umsatz im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahresquartal erneut um 5,2 Prozentpunkte gestiegen, im Aktionsgeschäft sogar um fast acht Prozentpunkte.  Trotz der grundsätzlich hohen Preissensibilität der Verbraucher wird der Löwenanteil der Umsätze immer noch zum Normalpreis umgesetzt.

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